Wie soll ich das schaffen?

 

Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll! – Sicherlich haben Sie sich das auch schon des Öfteren sagen hören. Wenn Sie vor einem Problem stehen oder ein Ziel vor Augen haben, welches Sie unbedingt erreichen möchten, dann stellt man sich gerne diese Frage. Die Frage nach dem „Wie“.

Aber ist die Frage nach dem „Wie“ überhaupt von Bedeutung? Jedes Problem wurde bereits gelöst. Jedes Ziel wurde bereits erreicht. Es steht daher fest, dass es in jedem Fall einen Weg gibt.

Aber wenn das „Wie“ bereits von anderen Menschen gelöst wurde und wir es nur noch nachmachen müssen, warum erreichen dann trotzdem so viele Menschen ihre Ziele nicht?

Liegt es vielleicht daran, dass nicht das „Wie“ entscheidend ist, sondern das „Warum“? Kann es sein, dass vielen der Weg durchaus bekannt ist, sie aber nicht die nötige Motivation und die Kraft besitzen, ihn zu beschreiten?

Kann es sein, dass die meisten Menschen gar nicht wissen, warum sie ihr Ziel erreichen möchten? Kann es sein, dass die Zielsetzung allein nicht ausreicht, um durchzuhalten?

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass nicht das „Wie“, sondern das „Warum“ der entscheidende Faktor für Motivation und den daraus resultierenden Erfolg ist. Erst wenn Sie Ihr „Warum“ klar definiert haben, wird es Sie immer weiter antreiben.

Was passiert, wenn wir ab sofort nicht mehr nach dem „Wie“, sondern nur noch nach dem „Warum“ fragen? Ist das nicht viel einfacher? Löst sich somit das „Wie“ nicht von selbst?

Machen wir einen Test:

Sie stellen sich folgende Fragen:

Wie kann ich mehr Geld verdienen?

Wie schaffe ich es, weniger zu arbeiten?

Wie komme ich aus dem Angestelltenverhältnis raus?

Wenn Sie diese Fragen nun in ein „Warum“ ändern, kommt Folgendes heraus:

Warum möchte ich mehr Geld verdienen?

Warum möchte ich weniger arbeiten?

Warum möchte ich aus dem Angestelltenverhältnis raus?

Machen Sie sich klar, warum Sie die jeweiligen Ziele erreichen möchten und welche positiven Auswirkungen das auf Ihr Leben hätte.

Erkennen Sie die Macht, die dahinter steckt? Es ist bei weitem einfacher, ein Ziel zu erreichen, wenn Sie das „Warum“ kennen. Denn erst wenn Ihr „Warum“ stark genug ist, werden Sie die notwendige Motivation aufbringen können, ihr Ziel auch tatsächlich zu erreichen.

Die Frage nach dem „Wie“ erledigt sich somit ganz von selbst. Wenn Ihr „Warum“ stark genug ist, dann werden Sie immer Wege finden, WIE Sie Ihr Ziel erreichen. Daher: je stärker das „Warum“, desto stärker die Kraft Ihrer Handlung.

Wenn Ihnen daher in Zukunft die Motivation oder das Durchhaltevermögen fehlt, dann gehen Sie zum Ursprung zurück und führen Sie sich vor Augen, warum Sie dieses Ziel erreichen möchten.

Selbstverständlich können Sie diese Technik auf alle Bereiche des Lebens anwenden. Wenn ich in den letzten Jahren etwas gelernt habe, dann ist es Folgendes:

Das entscheidende Kriterium für Erfolg ist Durchhaltevermögen. Und Durchhaltevermögen erhalte ich nur durch mein „Warum“.

Es geht also nicht darum, „Wie“ Sie etwas erreichen, sondern „Warum“ Sie es unbedingt erreichen möchten.

Mein Ziel war immer Folgendes: Ich möchte ein erfolgreiches Internetbusiness aufbauen.

Mein „Warum“ war immer Folgendes: Ich möchte die absolute Freiheit genießen. Ich möchte selbst entscheiden, wann und wo ich arbeite. Ich möchte selbst entscheiden, wann ich morgens aufstehe. Ich möchte so lange in den Urlaub gehen, wie ich Lust dazu habe. Ich möchte in dieser Zeit mehr verdienen, als mich der ganze Urlaub kostet. Wenn ich mich heute spontan entscheide, den restlichen Tag frei zu nehmen, dann tue ich es.

Das war mein „Warum“. Wenn Hindernisse auftauchten oder ich keinen Antrieb hatte, um an meinem Internetbusiness zu arbeiten, dann ging ich in mich und führte mir vor Augen, wie mein Leben mit einem erfolgreichen Internetbusiness aussehen wird. Der entscheidende Antrieb, gerade zu Beginn meines Internetgeschäfts, war daher mein Ziel und das klar definierte „Warum“.

Für mich war dieses „Warum“ so bedeutend, dass kein Hindernis so groß sein konnte, um mich von meinem Weg abzubringen.

Wie lautet Ihr „Warum“?

Bis dahin,

Raphael Knoche

PS: Ich würde mich freuen, wenn Sie mir ein „Gefällt mir“ und einen Kommentar hinterlassen würden. Vielen Dank!

1 Comment

  • Holger

    Reply Reply 6. September 2014

    Hallo Raphael,

    interessanterweise beschäftige ich mich immer wieder auch mit der Frage „Warum“,
    vor allem mit den Folgen dieser Fragestellung.

    Der Effekt, den ich beobachte:
    Leute, denen eine Frage gestellt wird, die mit „Warum“ beginnt,
    gehen in eine Rechtfertigungshaltung und kramen in der Vergangenheit.

    Irgendwas ist schief gelaufen, läuft nicht, wie es soll. Warum? -> Rechtfertigung

    Eine befreundete Psychologin riet mir, spaßeshalber mal das „Warum“ durch ein „Wozu“
    zu ersetzen und zu beobachten, was passiert. Nicht „Wieso“, das wäre das gleiche wie „Warum“, sondern „Wozu“.
    Die prophezeite und auch selbst beobachtete Folge:
    Zuerst beantworten sie die Frage, als hätte man „Warum“ gefragt.
    Da ein „Wozu“ aber nach dem Zweck fragt und nicht nach der Ursache, muss man die Frage üblicherweise wiederholen
    und es kommt eine ganz andere Antwort, bzw. erstmal keine, weil ungewohnt und dann ein längeres Nachdenken.

    Sinn und Zweck dieses Spielchens ist aber ein vorwärtsgerichtetes Denken zu erwirken und keine Rechtfertigungsübung,
    Rückzugsgefechte, Vergangenheitsbewältigung und Schuldzuweisung einzuleiten.

    Ich hatte beim Lesen des Artikels einen ähnlichen Effekt verspürt:
    Das Umdrehen von „Wie“ auf „Warum“ tritt eine Menge los, vielleicht wäre ein „Wozu“ aber für diesen Zweck
    auch noch zielgerichteter.

    Ansonsten kann ich aus persönlicher Erfahrung den Autor von „Kribbeln im Kopf“ Mario Pricken empfehlen,
    http://www.mariopricken.com

    der mit einer recht ganzheitlichen und fachrichtungsübergreifenden Mixtur aus Ansätzen unterschiedlichsten Problemstellungen
    auf den Leib rückt, nicht nur kreativen, bzw. nicht nur werbekreativen, sondern auch einfach des Lebens.
    Zumindest funktionieren die Ansätze genauso, bei ebenso einfachen, wie grundlegenden Fragen des Lebens.

    Ihnen eine schöne Woche und Danke für das „Hirnfutter“ 😉

    Lieben Gruß aus Hamburg

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